Iridologie (Augendiagnose)

Die Augendiagnostik oder Iridologie genannt ist eine der wichtigsten Analysemethoden der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde TEN. Sie liefert Informationen, die als Basis für ein tiefgreifendes konstitutionelles Behandlungskonzept dienen. Denn das Auge gibt Auskunft über die angeborene Konstitution und die daraus möglicherweise folgende Krankheitsbereitschaft.

Sie befasst sich mit der Definition und Interpretation bestimmter Irisstrukturen, Verfärbungen (Pigmente) und anderen Phänomenen der Regenbogenhaut. Damit ermöglicht sie einen einzigartigen Einblick in die Konstitution, Disposition und Diathese des Menschen.

Viele Iriszeichen sind durch Erbinformation begründet. Litt z.B. die Großmutter an einer Lebererkrankung, so können sich beim Enkel Iriszeichen auf dem Lebersektor zeigen. Mit Hilfe der Irisdiagnose, als hilfreiches Frühwarnsystem in der Naturheilkunde eingesetzt, muss die Erbinformation beim Enkel unter Einhaltung gewisser Verhaltensregeln und entsprechender Unterstützung nicht zwangsläufig zum Tragen kommen. Ob es also überhaupt zu einer Manifestation der Krankheit kommt, in welchem Lebensalter und wie schwer sich diese anlagebedingten Schwachstellen zu Krankheiten entwickeln, hängt in hohem Maße auch mit der Lebensführung zusammen. Wer also seine Schwachstellen kennt, kann möglicherweise weitere Belastungen vermeiden und durch eine adäquate Lebensführung eine sinnvolle Vorbeugung gegen Krankheiten erreichen.


Individualkonstitution

Die iridologische Individualkonstitution eines Menschen setzt sich aus Konstitution , Disposition und Diathese zusammen. Es können mehrere Dispositionen und Diathesen gleichzeitig vorliegen.


Konstitution

Die Konstitution kann man u.a. durch einen Blick auf die Iris (Regenbogenhaut) bestimmen. Sie ist die einzige Stelle des Körpers, an der das Bindegewebe mit bloßem Auge zu sehen ist.
Die Konstitution beschreibt die Summe aller angeborenen Eigenschaften und grundlegenden Anlagen eines Menschen. Es handelt sich dabei um Anlagen, die bei vernünftiger Lebensweise bzw. Prävention nicht zum Vorschein kommen müssen. Wenn allerdings der Organismus dauerhaft geschwächt wird, ist konstitutionell der Weg in bestimmte Krankheitsmuster vorgezeichnet.


Disposition + Diathese

Die erworbene und vererbte Veranlagung zu bestimmten Erkrankungen.

Die Disposition ist an bestimmten Strukturmerkmalen des Auges erkennbar. Anhand dieser Strukturen, die auf bestimmte angeborene Schwachstellen hinweisen, können sowohl aktuelle Diagnosen gestützt werden als auch als Ansatz  zur prophylaktischen Therapie dienen.

Die Diathese drückt bereits vorhandene Funktionsstörungen von einzelnen Organen oder ganzen Organsystemen aus.